Pädagogische Hochschule Zürich (PHZH)

Die PHZH entwickelt sich in Richtung der Nachhaltigkeit weiter. Dabei sticht besonders die Gründung des Fachbereichs BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung), der sich mit der Integration von BNE in Ausbildung und neue Lehrpläne befasst (siehe 6.5). Es wird sehr begrüsst, dass dadurch die BNE vermehrt Aufmerksamkeit erhält. Weiterhin fällt positiv auf, dass die PHZH vielerlei Massnahmen ergreift um den Hochschulalltag nachhaltiger zu gestalten. Besonders ist hierbei der “Meatless Monday” in der Mensa und die 100% erneuerbare Energieversorgung der Hochschule zu erwähnen.

6.1) Lehre und Forschung zu Wachstumskritik
Die NHW hat dieses Jahr darauf verzichtet, bei der PHZH zu diesem Thema Informationen anzufragen. Dies aus dem Grund, dass diese Thematik für den Schwerpunkt der Hochschule als nicht zentral eingestuft worden ist, da dieser auf der Pädagogik und nicht auf der Ökonomie liegt. Dies ist beispielsweise bei der UZH mit spezialisierten Ökonomie-Studiengängen und Forschung anders. Der NHW ist jedoch bewusst, dass durchaus eine Relevanz der Pädagogik für die Thematik der Wachstumskritik besteht. Daher werden in Zukunft Informationen zum Engagement der Hochschulen in diesem Bereich angefragt.

6.2) Strategien zu nachhaltigen Geldanlagen
Als kantonale Hochschule verfügt die PHZH über keinerlei eigenes Anlagevermögen. Auch hat die PHZH mit der BVK bereits eine vergleichsweise nachhaltig arbeitende Pensionskasse gewählt 2 . Die BVK stellt jedoch leider nach wie vor nicht sicher, dass beispielsweise nicht noch immer in fossile Brennstoffe investiert wird. Daher würde die NHW es dennoch sehr schätzen, wenn sich die PHZH bei der BVK aktiv für eine nachhaltigere Anlagestrategie einsetzen und sich hier für ein Divestment von fossilen Brennstoffen stark machen würde. Ein mögliches Beispiel für ein Engagement der Hochschulen in diesem Bereich gibt die UZH mit ihrer Handlungsempfehlung.

6.3) Nachhaltigkeitsbericht (NHB)
Das Engagement der PHZH zur Nachhaltigkeit in ihrem Tätigkeitsbereich ist bemerkenswert. So ist die Nachhaltigkeit in vielen Bereichen wie z.B. der Energieversorgung bereits tief integriert. Auch ist es positiv zu sehen, dass die PHZH Anstrengungen unternimmt, Tätigkeitsbeschriebe zu den Bereichen der Nachhaltigkeit zusammenzustellen. Um die Forderungen des VSN & VSS und der NHW zu erfüllen, müssten diese Anstrengungen weiter verfolgt, eine Nachhaltigkeitsstrategie und ein zentrales Reporting erstellt werden.

6.4) Konzept zur Reduktion von Flugemissionen
Die PHZH ist in deutlich geringerem Ausmass durch die Problematik von Flugemissionen betroffen, da sie vornehmlich im Raum Zürich und der Schweiz vertreten ist. Somit kommen Interkontinentalflüge vergleichsweise selten vor. Dennoch ist sich die PHZH der Flugproblematik bewusst und befindet sich diesbezüglich in internen Diskussionen. Dabei verfügt die PHZH über eine gute Datenlage zu den innerkontinentalen Flügen. Hier sieht die NHW noch grosses Potential bei der Einsparung von Emissionen, da Flüge bei intrakontinentalen Reisen vergleichsweise einfach zu ersetzen sind. Die NHW begrüsst, dass Kompensationen als Verminderung der Emissionen geprüft werden, weist aber auch darauf hin, dass Kompensationen eine effektive Emissionsreduktion vor Ort auf Dauer nicht ersetzen können. Somit darf das lokale Reduzieren von Emissionen nicht vernachlässigt werden.

6.5) Nachhaltigkeit in der Lehre
Die NHW begrüsst die Einführung eines eigenen Fachbereiches zur “Bildung für Nachhaltige Entwicklung” (BNE) sehr. Dabei hat die PHZH bei der Umsetzung der Willenserklärung zur kohärenten Integration der BNE in Pflicht- und Wahlfächer ein enormes Potenzial, hier eine Vorreiterrolle in Zürich einnehmen zu können. Nichtsdestotrotz bleibt die Nachhaltigkeit in der Lehre noch zu oberflächlich integriert, da Themen meist nicht tiefgehend genug behandelt werden.